Die nachfolgende Arbeit nimmt Bezug auf das von T. H. Gronwall definierte Verfahren zur Summierung von konvergenten und divergenten unendlichen Reihen auf Basis konformer Abbildungen. Das Summationsverfahren arbeitet mit geeigneten analytischen Funktionen
und
mit den folgenden Eigenschaften:
ist holomorph auf
und stetig in 
ist schlicht in
und 
und 
- Die Umkehrfunktion von
ist holomorph auf 
- Es gibt ein
und eine um den Nullpunkt entwickeltbare Potenzreihe
mit einem nicht verschwindendem Konvergenzradius, so dass
und
für
genügend nahe bei 
Hierbei ist
.
mit
und
holomorph auf
.
mit
für alle 
für alle 
Nun wird der Reihe
über die Identität
![]()
eine Folge
zugeordnet.
Die Reihe
heißt
-summierbar zur Summe
, wenn
für
.
Entsprechend nennen wir eine Folge
-limitierbar zum Grenzwert
, wenn eine Identität
![]()
besteht und
für
.
Wenn wir
, also
, und
setzen, also
, so erhalten wir das Gronwall-Verfahren, das im Sinne der letzten Identität auf
![]()
hinausläuft. Wie man leicht erkennt, ist in diesem Falle
. M. a. W., das Gronwall-Verfahren
ist konvergenzgleich, d.h., es summiert eine Reihe genbau dann, wenn diese Reihe konvergent ist.
Betrachten wir als weiteres Beispiel das Gronwall-Verfahren
mit
(also
) und
und wenden es auf die Reihe
![]()
oder, was das selbe bedeutet, auf die Folge

an. Natürlich ist diese Reihe im klassischen Sinne nicht konvergent, das sieht man ganz einfach daran, dass die Folge der Partialsummen zwei Häufungspunkte hat, genauer, dass sie unendlich oft die Werte
und
annimmt.
Nach dem Obigen haben wir jetzt
![]()
Wegen
folgt daraus

Durch Koeffizientenvergeich erhalten wir daraus

und damit
![]()
Im Ergebnis ist also die
-Summe von
für
(also
) und
gleich
.
Formal:
![]()
Dieses Gronwall-Verfahren summiert also auch divergente Reihen.
Für Näheres siehe PDF-Dokument im nachfolgenden Link: