Versicherungen

WAS VERSICHERUNGSNEHMER SO ALLES SCHREIBEN …
und mitunter zur Antwort bekommen

 

Der klassische Fall eines Paradoxons:
Bitte lassen Sie es mich wissen, wenn Sie dieses Schreiben nicht erhalten haben.

Und hier die Variante seitens der Versicherung:
Bitte lassen Sie sich vom zuständigen Polizeirevier bestätigen, dass der Schaden wegen Geringfügigkeit nicht polizeilich aufgenommen wurde.

Ich habe meine Brille mit dem Klopapier verwechselt und dieselbe runtergespült.

Kann leider die Prämie nicht zahlen. Letzte Woche haben wir ein Kind gekriegt, und morgen kriegen wir Kohlen.

Dann kam es zu einer heftigen Schlägerei, zwischen dem Passat und dem BMW.

Bei dem Zusammenstoß wurde ich im hinteren Teil so beschädigt, dass ich abgeschleppt werden musste.

Ich stieß mit meinem Auto gegen einen Laternenpfahl, den ein menschliches Wesen verdeckte.

Der bedauerlicherweise tödlich verunglückte Herr F. hat selbst Ansprüche bisher nicht geltend gemacht.

Verständlich, dass man nach so langer Fahrtzeit müde ist:
Nachdem ich vierzig Jahre gefahren war, schlief ich am Lenkrad ein.

Meine Frau hatte noch nie einen Unfall, weil Sie immer sehr aufpasst im Verkehr.

Der Versicherungsnehmer verletzte die Vorfahrt und kurz darauf den von rechts kommenden Radfahrer.

Die Hausgehilfin wurde leicht verletzt. Sie wird von mir teilweise im Betrieb, teilweise privat genutzt.

Auch Akademiker sind vor sprachlichen Fehlleistungen nicht gefeit:
Als Arzt brauche ich zum Operieren Kontaktlinsen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass mir eine sterile Schwester ständig die Brille auf- und absetzt.

Seit zehn Jahren wohne ich ihn …, wo ich in der Metzgerei als Gehilfe zum Ausweiden, Zerteilen und Bedienen der Kunden tätig bin.

Die Unfallzeugen sind der Schadensmeldung beigeheftet.

Ich überfuhr einen Mann. Er gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war.

Bei starkem Schneefall bin ich wehrlos in der Kurve ins Rutschen gekommen und in entgegenkommende Fahrzeuge geschliddert.

Die Unfallursache beruht vor allem darauf, dass sich der Fahrer Ludwig O. mit ganzer Vehemenz der Mitfahrerin gewidmet hat.

Der Fahrer des Wagens, der den Unfall verursachte, wurde an Ort und Stelle durch ein Strafgeld liquidiert.

Versicherungsmathematisch gesehen ist die nachfolgende Schadensmeldung der leeren Menge nah verwandt:
Bei dem Unfall waren keine Beteiligten zugegen.

Ähnlich mysteriös ist es in diesem Fall:
Ein unsichtbares Fahrzeug kam aus dem Nichts, stieß mit mir zusammen und verschwand dann spurlos.
Physikalisch gesehen muss es sich um einen der extrem seltenen, theoretisch aber denkbaren makroskopischen Quanteneffekte handeln. Quantenfluktuationen im Großen sozusagen.

Ich finde es anmaßend von Ihnen, dass ich den Unfallbericht ausfüllen soll, wo Sie doch genau wissen, dass ich das wegen meinem kaputten Daumen nicht kann.

An dem Unfall trägt der Tankwagenfahrer die Schuld, weil er mir die Vorfahrt geschnitten hat. Frau H. fuhr mit mir als Beifahrerin. Bei dem Unfall wurde keiner verletzt, nur Frau H. ist in anderen Umständen.

Die Fahrt war an einem Baum zu Ende. Er stand unter Alkohol.

Eine Meldung von fast schon cäsarischer Prägnanz – es sah, erschrak und fuhr:
Als das Auto die Polizei erblickte, erschrak es und fuhr zurück.

Als wir kurz vor Baden-Baden waren, sah ich auf meine Uhr, und als ich wieder aufblickte, sah ich nichts mehr.

Autonome Fahrzeuge gibt es offenbar schon länger:
Die Straße war abschüssig. Nachdem ich ausgestiegen war, warf ich die Fahrertür ins Schloss. Beim Telefonieren sah ich, dass der Wagen einfach losfuhr.

Ich bitte meine Ansprüche wohlwollend baldigst zu erledigen, da ich seit dem Zusammenstoß kein festes Verhältnis mehr habe.

Der andere Fahrer änderte seine Absicht, so dass ich in ihn hineinfuhr.

Schon bevor ich ihn anfuhr, war ich davon überzeugt, dass dieser alte Mann nie die andere Straßenseite erreichen würde.

In unserer Unfallschadenssache darf ich Ihnen mitteilen, dass sich mein Mandant erledigt hat.

Der Unfall kam nur deshalb zustande, weil ich mir von der Dame ein falsches Bild gemacht hatte. Die von mir gestreifte Person nur eine Prostituierte, so dass höchstens Sachschaden in Frage kommt …

Zwei Dinge gleichzeitig! Das muss eigentlich eine Frau gewesen sein:
Vor dem Überqueren der Fahrbahn schaute ich nach links und gleichzeitig nach rechts.
Und trotzdem kam es zum Unfall! Da haben wir’s: Auch bei Frauen funktioniert das nicht wirklich.

Vor der unübersichtlichen Rechtskurve in Höhe des Hauses Nr. 221 stand ein großer Lkw, der teilweise auf der Fahrbahn, teilweise auf dem Gehsteig abgestellt war, um in der dortigen Apotheke ein Rezept einzulösen.

Glücklicherweise ist nicht mehr passiert:
Ich fuhr weiter und sah nur einen Schatten, der von meinem Auto umgefahren wurde.

Hiermit möchte ich mir gestatten meinen Sohn als Unfall zu melden.

Die Polizisten, die den Unfall aufnahmen, bekamen von meiner Braut alles gezeigt, was Sie sehen wollten.

Dass der Unfallverursacher im kritischen Moment betrunken war, haben wir daraus entnommen, als der schrie, dass er keine Angst vor seiner Frau habe.

Ich prallte gegen die Zaunmauer und wurde unbewusst. Aus war es mit meiner Gesinnung.

Das mag man sich gar nicht bildhaft vorstellen:
Vom Fahrer des Wagens ist nur sein männliches Geschlecht bekannt.

Dieser Pkw fuhr weiter und kam erst 20 Minuten später ohne Wagen an die UnfallsteIle zurück. W. trug Ohrenschützer und konnte deswegen meinen sich nähernden Pkw weder sehen noch hören.

Meine Frau fuhr mit dem Auto rückwärts und kam dicht an die Umzäunung, wo die Nachbarin einen Badeanzug zum Trocknen aufgehängt hatte. Mit der Stoßstange wurde der Badeanzug mitgeschleift und zerrissen.

Durch den starken Gewitterregen war die Straße glitschig und rutschte gegen den Bordstein.

Ich musste schneller fahren, um durch den Luftzug die Biene aus dem Auto zu kriegen.

Der Lkw hat einen schweren Schrank in die kleine Dachgeschosswohnung transportiert und dabei erheblichen Schaden angerichtet.

Für eine bloße Schätzung ist das aber sehr genau geraten:
Nach Ansicht des Sachverständigen dürfte der Verlust zwischen 250.000 und einer Viertelmillion liegen.

Schuld war ein Insektenflug in mein Auge, ein Bruchteil von einer Sekunde und es war passiert. Menschenschaden ist nicht entstanden, da ich bestenfalls Radfahrertempo hatte.

Beide Autos stießen mit dem Kühler zusammen. Es gab aber lediglich Blutergüsse.

Die Mitnahme der Anhalterin erfolgte nicht aus Gefälligkeit sondern aus Gesellschaft.

Das Pferd lief in die Fahrbahn, ohne sich vorschriftsmäßig zu vergewissern, ob die Straße frei ist.

An der Kreuzung prallten unsere Fahrzeuge zusammen. Eine Abbremsung war nicht mehr nötig.

Geistesgegenwart  gepaart mit Können:
Ich überschlug mich seitwärts mehrmals, um eine Kollision mit dem entgegenkommenden Fahrzeug zu vermeiden.

Vor mir fuhr ein riesiger Möbelwagen. Der Sog war so stark, dass ich über die Kreuzung gezogen wurde.

Um den Zusammenstoß zu vermeiden steuerte ich gegen den anderen Wagen.

Eine buchstäblich ausweglose Lage:
Der Fußgänger hatte anscheinend keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, und so überfuhr ich ihn.

Bei dem Unfall wurde mein Schwiegersohn nicht verletzt, denn er war gar nicht mitgefahren.

Kann leider die Prämie nicht zahlen. Letzte Woche haben wir ein Kind gekriegt und morgen kriegen wir Kohlen.

Das kann man nachvollziehen:
Ich habe nun so viele Formulare ausfüllen müssen, dass es mir bald lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben.

Der andere Wagen fuhr mal links, dann nach rechts, dann wieder nach links ehe ich mit ihm kollidieren konnte.

Fast bis zum Ende, alles unter Kontrolle:
In einer Linkskurve geriet ich ins Schleudern, wobei mein Wagen einen Obststand streifte und ich, behindert durch die wild durcheinanderpurzelnden Bananen, Orangen und Kürbisse, nach dem Umfahren eines Briefkastens – zusammen mit zwei parkenden Pkw – den Hang hinunterrutschte. Danach verlor ich bedauerlicherweise die Herrschaft über meine Auto.

Beim Heimkommen fuhr ich versehentlich in eine falsche Grundstücksauffahrt und rammte einen Baum, der bei mir dort nicht steht.

Diese Drohung muss man nicht ernst nehmen:
Um es kurz zu machen: Wenn ich das Geld nicht in den nächsten 8 Tagen bekomme, verzichte ich darauf.

Ich habe gestern auf der Heimfahrt einen Zaun in 20m Länge umgefahren. Ich wollte Ihnen den Schaden vorsorglich melden. Bezahlen brauchen Sie nichts, denn ich bin unerkannt entkommen.

Ich weiß, dass ich schuld bin, aber ich sehe es nicht ein. Das Reh lief in den Wagen, aber ohne sich um den Schaden zu kümmern, lief es weiter in den Wald.

Im Pkw befand sich im Kindersitz noch der 6 Monate alte Sohn. Auf eine Vernehmung des Sohnes wurde verzichtet.

Bleibt nur noch die Frage, Junge oder Mädchen?
Die Geburtsurkunde des Kfz ist beigefügt.

Ich kam von der Straße ab, wobei ein Baum meinem Auto nicht ausweichen konnte.

Die Ehefrau des zertrümmerten Autos wurde nur leicht, der Mann glücklicherweise nicht verletzt.

Bei einer abendlichen Fahrt mit meiner Ehefrau hab ich Wildschaden erlitten.

Irgendwie logisch:
Es war die Zeit des Stoßverkehrs. Ich stieß auf das vor mir zum Stehen gekommene Fahrzeug.

Herr P. fuhr plötzlich rückwärts und fuhr mich um. Dann fuhr er wieder vorwärts und fragte, was passiert sei.

Vier Wochen nach dem Unfall wurde der Gehgips am rechten Arm wieder entfernt.

Obwohl der Versicherte einen Seitensprung machte, kam nicht er, sondern seine Frau zu Schaden.

Ob die Polizei wohl einen Gynäkologen hinzugezogen hat?
Ich holte die Polizei und ließ mir die Unschuld meiner Frau bestätigen.

Der Unfall passierte, weil ich von einem Auto unbekannter Nationalität geblendet wurde.

Ich fuhr vorn auf, während es hinten bumste.

Vorsicht, das könnte eine Anzeige wegen überhöhter Geschwindigkeit nach sich ziehen:
Frl. B näherte sich der Ampel und sprang von Gelb auf Grün um. Dann durchbrach ich mit meinem Lkw die Schallmauer der Autobahn.

Dr. K hat mir neue Zähne eingesetzt, die zu meiner Zufriedenheit ausgefallen sind.

Besser spät, als nie:
Bei meinem Schreiben vom 3.5. ist mir leider ein Fehler unterlaufen, den ich hiermit nachhole. Ich habe die Anrede vergessen und bitte dies zu entschuldigen. Hier die Anrede: Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Die Heirat mit meinem Mann war ein Risiko. Er ist auf und davon, der kommt nicht wieder. Sie können mir also die Risikoversicherung auszahlen.

Geht leider nicht, die jenseitige Bankverbindung fehlt:
Bitte ändern Sie meinen Vertrag so ab, dass bei meinem Todesfall die Versicherungssumme an mich bezahlt wird.

Muss ich erst meinen Mann umbringen, bevor ich das Geld bekomme?

Ach so:
Sofort nach dem Tod meines Mannes bin ich Witwe geworden.

Das ist von bestechender Logik:
Hiermit kündige ich Ihre Haftpflichtversicherung. Ich bin zur Zeit in Haft und brauche daher keine Haftpflichtversicherung.

Wer mir die Geldbörse gestohlen hat, kann ich nicht sagen, weil aus meiner Verwandtschaft niemand in der Nähe war.

   

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